Wie KI tools die kommunikation von morgen neu definieren

Im schnelllebigen Heute müssen Veränderungen klar kommuniziert werden. Für das KKW Beznau haben wir ein revolutionäres Kommunikationskonzept entwickelt.
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Sicherheit geht vor – das gilt generell, wenn es um das Thema Energie geht und ganz besonders, wenn wir von Kernenergie sprechen. Das ENSI , das eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat, überwacht  daher zum Schutz des Personals von Kernkraftwerken, der Bevölkerung und der Umwelt  die Einhaltung der Strahlenschutzvorschriften und Dosislimiten in der Schweiz. Damit immer wieder vorkommende Regeländerungen und -anpassungen effizient und schnell gegenüber den Mitarbeiter:innen und Drittdienstleister:innen in Kernkraftwerken mitgeteilt werden können, bedarf es einer smarten Lösung im Bereich Videokommunikation.

KI-Videotechnologie im KKW Beznau: Ein Meilenstein in der internen Kommunikation

Ein Cookie-Banner mit einem skizzierten Cookie
Das Kernkraftwerk Beznau gehört zur Axpo Holding AG,  einem der führenden Unternehmen im Bereich der Energieerzeugung und -versorgung. Weil sich Dinge hier schnell und oft ändern, besteht eine grosse Herausforderung der internen Kommunikation darin, Schulungen und Weiterbildungen für ihre Mitarbeiter:innen und das Fremdpersonal effizienter zu gestalten.

Glücklicherweise ist Patrick Schmid, Leiter Administration bei Axpo Kernenergie,  ein begeisterter Befürworter  von Innovationen und hat immer ein Ohr offen, wenn es darum geht, bestehende Prozesse zu optimieren. Gemeinsam mit ihm hat Maybaum Film einen grossen Schritt Richtung Zukunft gewagt und die interne Kommunikation des KKW Beznau mit Hilfe von KI Werkzeugen revolutioniert.

Text is key

Text -> Text2Voice -> Voice2Avatar = Explainer Video?
Ein Bild von einem Tiger ist in der Hälfte geteilt. Eine Hälfte ist verpixelt und unscharf, die andere scharf und optimiert.
Damit im Kernkraftwerk Beznau überall die maximale Sicherheit gewährleistet wird, müssen sowohl die Mitarbeiter:innen, als auch das Fremdpersonal  im internen Learning Management System (LMS) bestimmte Module und Prüfungen ablegen, bevor sie sich in ihren Bereichen an die Arbeit machen dürfen.

Und was wäre das sinnvollste Medium, um Inhalte möglichst einprägsam und verständlich zu kommunizieren? Genau, Video!

Doch wenn sich Sicherheitsvorschriften oder die Anforderungen für bestimmte Bereich ändern, dann müssen sich auch die Inhalte der Lernvideos anpassen, was bis dato mit einem sehr hohen Betreuungsaufwand verbunden war.  Immer wieder mussten einzelne Sequenzen aus den verwendeten Schulungsfilmen händisch angepasst und teilweise sogar neu gefilmt werden. Ein besonders kostspieliger Knackpunkt dabei: Die Sprachadaptionen!

Maybaum Film hat nun zusammen mit der Axpo AG Abhilfe geschaffen! Dank einer Reihe an KI Werkzeugen, die bei uns zum Einsatz kommen, ist es nun möglich, basierend auf einer durch unsere Kundin angepassten Textvorlage, die entsprechenden Videoinhalte in kürzester Zeit anzupassen: Mittels KI Software werden daraus dann zunächst Audiosequenzen in der gewünschten Stimmfarbe generiert. Im Anschluss  wird die Audiosequenz durch einen vorher gemeinsamen definierten Avatar bebildert.

Klingt spannend! Doch wie wird daraus nun ein fix-fertiges Lernvideo?

Das 4 Layer Bildsystem

Verschiedene Hintergründe die mithilfe des AI-Tools Midjourney generiert wurden.
Der Lösungsansatz von Maybaum Film zielt darauf ab, möglichst viele Prozesse bei der Herstellung und Anpassung der Lernvideos zu automatisieren. Wir arbeiten daher mit einem 4 Layer Bildsystem, um im Baukastenformat alle Videos des LMS herstellen zu können. Dabei unterscheiden wir zwischen adaptiven und limitierten Ebenen.

Der Avatar, welcher auf einfache Weise durch Textanpassungen der Kundin neue Informationen kommunizieren kann, ist dabei die zentrale, adaptive Ebene. Ist der Text einmal definiert, können wir den Avatar in nahezu jeder beliebigen Sprache durch das Video führen lassen! Daneben verwenden wir ein Set an Grafiken, die durch unsere Post Produktion in kürzester Zeit an neue Gegebenheiten angepasst werden können.

Für die weitere Bebilderung der Lernvideos verwenden wir Footage, welche für das Projekt in den Räumlichkeiten des KKW Beznau eigens gedreht wurde, sowie Studioaufnahmen von Sicherheitselementen, wie zum Beispiel Kleidung, Feuerlöscher und Schutzmasken. Durch gute Planung können wir hierbei auf einen flexiblen Datensatz zurückgreifen, der uns eine Anpassung in der Bebilderung der Videos ermöglicht, jedoch ist das Volumen insgesamt limitiert.

Die Arbeit mit den unterschiedlichen Bildlayern ermöglicht es uns, Inhalte dynamisch anzupassen, ohne jedes Mal komplett von vorne beginnen zu müssen. Unser Meinung nach, sprechen die Ergebnisse für sich: Was neulich noch einen langwierigen und aufwendigen Prozess darstellte, kann nun in kürzester Zeit und mit sehr reduziertem Aufwand umgesetzt werden! Sprachadaptionen erfolgen auf Kundenwunsch, Anpassungen können leicht vorgenommen werden, indem die Kundin uns die Textänderungen liefert.

Dieser Ansatz hat nicht nur die Effizienz des Schulungsprozesses erheblich gesteigert, sondern eröffnet auch generell eine Reihe neuer Möglichkeiten für die interne Kommunikation und Schulung innerhalb von Unternehmen.

Künstliche Intelligenz – in rasanten Schritten gekommen, um zu bleiben

Ein Bild von einem Tiger ist in der Hälfte geteilt. Eine Hälfte ist verpixelt und unscharf, die andere scharf und optimiert.
Der Mehrwert des Ansatzes, der hinter dem Projekt für das KKW Beznau steckt, liegt in der universalen Anwendbarkeit und macht bei Maybaum Film Lust auf Zukunft!

Wir können ihn auf viele Projekte anwenden, die einen hohen Anpassungsaufwand mit sich bringen, sei es in Form von Lernvideos, Erklärvideos oder anderen internen Kommunikationsmitteln. Sprachadaptionen sind mittels intelligenter Software direkt umsetzbar, die Möglichkeit, Inhalte auf mehreren Ebenen zu kommunizieren und sie dynamisch anzupassen, bietet einen bisher unerreichten Grad an Flexibilität.

Ein weiteres spannendes Learning dieses Projekts ist der rasante Fortschritt der KI-Technologien an sich. Innerhalb weniger Monate hat sich die Landschaft der KI-Werkzeuge und derer Fähigkeiten dramatisch verändert. Musste man Mitte 2023 noch aus einer Anzahl an vorgefertigten Avataren auswählen, so hat sich die Technologie bereits jetzt dahin entwickelt, dass nun personalisierte Avatare erstellt werden können, die  für eine Vielzahl von Anwendungen zum Einsatz kommen können. Das Tempo der Entwicklung macht Lust auf die kommende Revolution im Bezug auf die Art und Weise, wie Unternehmen mit ihren Mitarbeiter:innen und Kund:innen kommunizieren werden: Gründer:innen, CEOs, Abteilungs- und Projektleiter:innen werden in naher Zukunft nicht mehr per Mail, sondern über eigene Video Avatare mit ihren Mitarbeiter:innen sprechen!

Insgesamt haben wir das Gefühl, dass wir mit dem  Projekt für das KKW Beznau einen spannenden Meilenstein in der Anwendung von KI-Technologien für interne Kommunikation und Schulungszwecke hingelegt haben. Wir freuen uns auf weitere Projekte, wo wir uns mit diesem kreativen und innovativen Ansatz neuen Herausforderungen stellen können.

video Beispiele KKW Beznau

Flavio alraun

Creative Producer | Head of

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